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Am Zahn der Zeit: Wie Roboter den Output von Maschinen um bis zu 50 % erhöhen können

Geschrieben von Mathias Ratzenböck | Aug 11, 2022 9:00:00 AM

Kennen Sie diese Filme, in denen Roboter die Welt erobern? Dabei handelt es sich natürlich um reine Fiktion. Nichtsdestotrotz macht der Fortschritt im Bereich Robotik nicht Halt und Roboter stehen uns mittlerweile in vielen Bereichen unterstützend zur Seite. In der Industrie beispielsweise stellen nicht nur große Industrieroboter, sondern auch kollaborativ mit dem Menschen eingesetzte Cobots eine Bereicherung dar und können zu einer Steigerung der Produktion um bis zu 50 % führen. Sie wollen mehr dazu erfahren? Dann lesen Sie weiter! 

Damit ein Produkt hergestellt werden kann, muss zunächst die benötigte Maschine mit Rohteilen befüllt werden. Klassischerweise wird diese Tätigkeit vom Menschen ausgeführt, wenngleich das ein wenig von der Art der Maschine abhängt. Ist das Rohteil fertig bearbeitet, so kann der Output wieder entnommen werden. Diese repetitiven Abläufe sind zwar notwendig, aber bei Mitarbeitern in der Umsetzung nicht sonderlich beliebt. An dieser Stelle kommt daher ein Roboter bzw. Cobot ins Spiel. Er kann so programmiert werden, dass er ein Teil sowohl einlegt als auch anschließend wieder entnimmt. Ergänzend kann zudem noch eine Qualitätsüberprüfung mit Hilfe des Roboters durchgeführt werden. Damit wird nicht nur der Prozess automatisiert, sondern auch die Fehlererkennung optimiert. Der kollaborative Roboter kann die Teile mitzählen und somit die Verfolgbarkeit erheblich erleichtern. Eine weitere Möglichkeit ist es, eine Reinigungsstation einzurichten, bei der der technische Helfer die bearbeiteten Teile anschließend noch reinigt. Zudem kann der Cobot bei kleineren Nachbearbeitungen, wie z. B. entgraten eingesetzt werden.

   

50 % mehr Output: Ja, das geht! 

Wie bereits in der Einleitung kurz erwähnt, kann mit dem Einsatz von kollaborativen Robotern in einem Maschinenpark der Output maßgeblich erhöht werden. Ein wesentlicher Faktor hierfür ist die bessere Planbarkeit. Ein Roboter kann im Vergleich zum Menschen stunden-, tage- und wochenlang dieselbe Aufgabe sehr präzise und ohne Pausen durchführen. Sofern es keine direkt vorgelagerten oder beeinflussenden nachgelagerten Prozesse gibt, kann er auch in der Nacht, in einer sogenannten Geisterschicht, arbeiten. Wenn man während eines Produktionsprozesses von einer Arbeitszeit von 9 Stunden, also einer Schicht pro Tag ausgeht, so kann dieser Nachteinsatz den Output einer Maschine um 50 % erhöhen. Der Roboter kann ohne Probleme 5 Stunden lang unbeaufsichtigt und prozesssicher eine Maschine befüllen – die Arbeit passiert dann wie von Geisterhand”. Das wichtigste Ziel einer Produktion, die Maschinen auszulasten, wird somit erfüllt und gleichzeitig die Fertigungszeit erhöht

 

Ein neues Level – nicht nur für die Produktion

Aber gibt noch weitere Vorteile, die durch die Implementierung von kollaborativen Robotern entstehen können. Wenn Mitarbeiter wertschöpfende Tätigkeit übernehmen können, binden sie sich eher an ein Unternehmen, als wenn zum Großteil repetitive Arbeiten auf ihrer Agenda stehen. Eine solche produktive Aufgabe ist beispielsweise das Programmieren von neuen Teilen für eine CNC-Maschine. Zudem muss auch ein Roboter programmiert werden und stellt somit eine ebenso wertschöpfende Tätigkeit dar. Durch den Einsatz von Robotern verbessert sich also das Betätigungsfeld. Die Mitarbeiter werden dadurch nicht ersetzt, sondern die Wertschöpfung des Arbeitsplatzes wird auf ein neues Level gehoben. 

Ein weiteres wichtiges Stichwort hier ist Employer Branding. Der Einsatz von neuen Technologien verbessert die Außenwahrnehmung eines Unternehmens und kann als Marketing-Element eingesetzt werden – nicht nur im Bereich Sales, sondern auch im Recruiting

Ab in die Zukunft: Automatisieren mit Robotern

Zusammenfassend kann also folgendes gesagt werden: Durch Roboter entstehen geringere Kosten pro Teil mit einer gleichzeitigen Qualitätsverbesserung, der Output wird erhöht und gleichermaßen der Arbeitsplatz für die Mitarbeiter verbessert. Prozesse werden planbarer, da die Ausfallrate nicht berücksichtigt werden muss. Auch wird eine gewisse Flexibilität im Produktionsprozess möglich, da die Einsatzgebiete eines Roboters vielfältig und im Fall von Cobots anpassbar sind. Sie sind bereit für die Zukunft? Unsere Experten stehen Ihnen gerne für einen kostenlosen Beratungstermin zur Verfügung.