Stahl, Aluminium, Blei, Lithium, Kupfer, Kobalt und Nickel. In Industriebatterien steckt eine Vielzahl an kostbaren Rohstoffen. Die weltweiten Reserven dieser Elemente sind begrenzt, die Nachfrage kennt dagegen keine Grenzen. Umso mehr gewinnt das Recycling von Blei- und Lithiumbatterien an ökologischer und wirtschaftlicher Bedeutung. Eine, die sich damit auskennt, ist Petra Lehner vom UFH, kurz für Umweltforum Haushalt. Sie hat uns vom Kreislauf aus Produktion, Entsorgung und Wiederverwertung von Stromspeichern erzählt.

Brandheißes Thema

Nicht nur wegen der Brandgefahr, die bei nicht fachgerechter Lagerung von so manchen Lithiumbatterien droht, ist ihre Entsorgung ein heißes Thema. Die Tatsache, dass die Nachfrage nach Stromspeichern im Generellen durch die zunehmende Digitalisierung und Elektrifizierung förmlich explodiert, heizt die Diskussion ebenso an. Und auch das wachsende Bewusstsein um die Endlichkeit von natürlichen Ressourcen macht Batterierecycling insgesamt zu einem der brandaktuellsten Anliegen in der Industrie. Unter diesen Umständen steht eines fest: Für den Abfall sind die Energiespeicher viel zu wertvoll.

Von der Kür zur Pflicht

Das sieht auch die Gesetzgebung so. Was vor einigen Jahren noch zur Fleißaufgabe von Industrieunternehmen gezählt hat, ist heute gesetzlich vorgeschriebene Pflicht. Nach dem Grundsatz der Herstellerverantwortung treffen jene, die mit Stromspeichern verbundene Produkte oder Anlagen erstmals in Österreich gewerblich in Verkehr bringen, folgende Verpflichtungen:

  • Einhaltung der Stoffverbote (z.B. betreffend Quecksilber)

  • Kennzeichnung mit dem Symbol für die „getrennte Sammlung“ bestehend aus einer durchgestrichenen Abfalltonne auf Rädern

  • Registrierung und Meldung der Inverkehrsetzung

  • Information an den Letztverbraucher über die Entsorgungsrichtlinien

  • Rücknahme unabhängig von der Inverkehrsetzung, der Herkunft und der chemischen Zusammensetzung

  • Fachgerechtes Handling über die gesamte Logistikkette hinweg

Unter dem Begriff Stromspeicher versteht die Gesetzgebung übrigens nicht nur Batterien für industrielle und gewerbliche Zwecke, sondern auch für Solarmodule sowie weitere photovoltaische und sonstige Anwendungen im Bereich der erneuerbaren Energien. Da hier, wie in allen gesetzlichen Belangen, gilt “Unwissenheit schützt vor Strafe nicht”, lohnt es sich, genau zu prüfen, inwiefern den eigenen Betrieb die obenstehenden Pflichten treffen.

Circular Economy statt Abfallwirtschaft

Das Prinzip der Circular Economy beruht auf einem nahezu geschlossenen Kreislauf aus Produktion, Entsorgung und Wiederverwertung von Rohstoffen. Die Förderung der Kreislaufwirtschaft bedeutet also, vorhandene Ressourcen besser zu nutzen, statt auf weiteren Abbau von Rohstoffen zu setzen. Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung im Klimaschutz weiß UFH als Recycling-Dienstleister, worauf es bei der Sicherstellung einer reibungslosen Wiederverwertungskette ankommt:

1. Fachgerechte Sammlung
Voraussetzung für die effiziente Verwertung von Stromspeichern ist ihre fachgerechte Sammlung und Entsorgung. Für diesen Zweck können Gewerbetreibende ein österreichweites Abholservice in Anspruch nehmen.

2. Maximale Wiederverwertung
Was nach dem Recyclingprozess an wiederverwertbarem Material am Ende herausschaut, unterliegt in Österreich ebenfalls strengen Richtlinien. Laut der Batterienverordnung (BGBl. II Nr. 159/2008 idgF. BGBl. II Nr. 109/2015) müssen bei Recyclingverfahren folgende Mindesteffizienzen für die stoffliche Verwertung erreicht werden:

  • stoffliche Verwertung von 65% des durchschnittlichen Gewichts von Blei-Säure-Batterien

  • stoffliche Verwertung von 75% des durchschnittlichen Gewichts von Nickel-Cadmium-Batterien

  • stoffliche Verwertung von 50% des durchschnittlichen Gewichts sonstiger Altbatterien

Mithilfe modernster Technologien kann UFH Bleibatterien heute bereits zu über 80% wiederverwerten – also weit über das gesetzlich geforderte Maß hinaus. Dabei gilt: It takes a team to build a dream. Den Traum vom Batterierecycling macht UFH nicht alleine wahr. Gemeinsam mit österreichischen Partnerunternehmen und einem europaweiten Netzwerk an Verwertungs-Experten arbeitet man daran, die Rückgewinnungsraten noch weiter zu erhöhen. Die Rohstoffe, die dadurch wiedergewonnen werden, kommen über Handelsplattformen wie secondtrade.com wieder auf den Markt.

3. Beratung ab Konzeptionsphase
Idealerweise beginnen Nachhaltigkeitsüberlegungen allerdings nicht erst bei der Entsorgung. Bereits in der Phase der Produktentwicklung bzw. des -designs können kleine konzeptionelle Änderungen große Nachhaltigkeitseffekte mit sich bringen. Im Speziellen werden dabei folgende Ziele verfolgt:

  • Ressourceneinsparung in der Produktion

  • Erleichterung von etwaigen Reparaturen im Laufe des Produktlebenszyklus

  • Verbesserung der Recyclingfähigkeit

Prognosen zufolge könnten bis zum Jahr 2030 bereits alle neuen Batterien zu zehn Prozent aus recycelten Metallen bestehen. Dafür muss vor allem die Sammelquote von Altbatterien erhöht werden. Als Industrieakteure trifft uns nicht nur die gesetzliche Verpflichtung, sondern auch die moralische Verantwortung, uns für die Erhaltung unseres Ökosystems einzusetzen. Und das Schöne daran ist: Wir können viel bewegen. Gemeinsam mit Partnern wie UFH gelingen im Bereich Batterierecycling schon jetzt beachtliche Erfolge. Das zeigt, dass die grüne Zukunft bereits Gegenwart ist.

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