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Wenn es um die Sicherheit im Betrieb geht, erweisen sich sowohl der Sicherheitsflächenscanner als auch das Radargerät und der Schutzzaun bei einer Vielzahl von Applikationen als die geeignete Wahl. Neben der Aufgabe, die praktikabelste Lösung zu finden, steht auch häufig die Kostenfrage im Raum. Wie sich die Sicherheitslösungen preislich voneinander unterscheiden, erfahren Sie im Artikel.

Die Ausgangslage

Generell ist es schwierig, die Preise von Sicherheitslösungen zu pauschalisieren, da die Vielfalt sehr groß ist. Nichtsdestotrotz möchten wir in diesem Artikel anhand einer Standardanwendung ein Gefühl für die preislichen Unterschiede zwischen Systemen mit Laser, Radar und Schutzzaun vermitteln.

Die Standardsituation, mit deren Hilfe die Kostenunterschiede erklärt werden sollen, sieht wie folgt aus: Wir stellen uns einen kollaborierenden Roboter vor, der Pick-and-Place-Tätigkeiten verrichten soll. Um den sicherheitstechnischen Anforderungen gerecht zu werden, muss dieser rundum abgesichert werden. In unserer Beispielapplikation entspricht das Feld einer quadratischen Form mit einer Seitenlänge von drei Metern (der Abstand zum Cobot beträgt folglich 1,5 Meter).

Lösung Nr. 1: Der Schutzzaun

industire-sicherheits-schutzzaun-elementeDie erste Möglichkeit wäre, die Applikation mittels eines Schutzzaunes abzusichern. Um alle vier Seiten rund um den Cobot abzudecken, werden insgesamt zwölf Meter Schutzzaun benötigt. Damit Mitarbeitende hin und wieder das Innere des Zaunes betreten können, – etwa für Wartungsarbeiten oder zur Zufuhr von Produkten – sind zudem eine Türe sowie eine Zuhaltung notwendig. Preislich liegt das ungefähr bei 2.350 Euro Listenpreis. Würde man die Rechnung mit einer günstigeren Zuhaltung machen, könnte der Preis um ein Weiteres gesenkt werden. Somit handelt es sich beim Schutzzaun um die günstigste Lösung.


Lösung Nr. 2: Das Radar

radarDie zweitgünstigste Lösung wäre das Radargerät. Dieses gehört zu den optischen Sicherheitslösungen und hat unter anderem den Vorteil, dass im Gegensatz zum Schutzzaun nicht jedes Mal eine Tür geöffnet und geschlossen werden muss. Da sich die Reichweite dieser Lösung auf vier Meter beschränkt, kommt sie allerdings nicht für jede Applikation in Frage. Bei diesem Beispiel erweist sie sich allerdings als sinnvoll. In dem Fall werden insgesamt sechs Sensoren benötigt, da jedes Radargerät lediglich einen Öffnungswinkel von 110 Grad hat. Der totale Preis berechnet sich dabei auf ungefähr 3.820 Euro Listenpreis.

Lösung Nr. 3: Der Sicherheitsflächenscanner

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Um die genannte Applikation mittels Sicherheitsflächenscanner abzusichern, werden zwei Geräte benötigt, da jeder 

Scanner 270 Grad abdeckt. Die Sicherheitsflächenscanner mit einer jeweiligen Reichweite von bis zu 8,25 Metern kosten zusammen ungefähr 8.400 Euro. Hierbei muss berücksichtigt werden, dass diese Lösung ein viel größeres Feld absichern könnte.

Fazit

Wirft man lediglich einen Blick auf die Kosten, erweist sich der Schutzzaun als die günstigste Lösung. Wenn es um die Sicherheitstechnik bei einer größeren Applikation geht, steigt dieser Preis zwar durch die zusätzlichen Türen und Zuhaltungen maßgeblich an, erweist sich im Vergleich zu anderen Lösungen allerdings nach wie vor als kostengünstig. 

Das Radar als zweitgünstigste Option stellt, sofern seine beschränkte Reichweite ausreicht, ebenfalls eine sinnvolle Lösung dar. Hierbei muss allerdings berücksichtigt werden, dass tote Winkel schwer zu vermeiden sind, was den Sicherheitsgrad der Lösung im Vergleich zu den anderen Lösungen senkt. 

Der Sicherheitsflächenscanner stellt zwar mit Abstand die teuerste Lösung dar, aber bringt dafür auch einige Vorteile mit sich. Beispielsweise gestaltet sich die Installation um einiges einfacher als bei einem Radar und ein zusätzliches im Gerät integriertes Schutzfeld trägt zur Produktionssteigerung bei. 

Vor den Kosten sollte allerdings die für Ihre Applikation beste und  sicherste Lösung im Zentrum stehen. In unseren Artikeln „Laser vs. Radar: Sicherheitskonzepte im Überblick” und „Laser vs. Schutzzaun: Sicherheitslösungen im Vergleich” gehen wir näher auf die Stärken und Schwächen der Systeme ein. 



 

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