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Die größte Messe für Automatisierung und Steuerungstechnik fand in diesem Jahr bereits zum 29. Mal in Nürnberg statt. Wir waren vor Ort, um uns einerseits mit unseren Partnern auszutauschen und andererseits natürlich die neuesten Innovationen für Maschinenbau und Produktion als Erste zu sichten. Welche Trends Sie 2020 auf keinen Fall verschlafen sollten, erfahren Sie im Artikel.

Über all die Jahre hat sich zwar die Technik verändert, eines ist jedoch gleich geblieben: Auf der SPS tummelt sich in zwölf thematischen Hallen das Who’s Who der Industrie. Zwei Drittel der Aussteller kommen aus dem Industrieland Deutschland, der Rest aus dem internationalen Raum. SCHMACHTL auf der Suche nach den Trends für die Industrie 4.0.

Gruppe

v. l. n. r.: Günther Probst (Geschäftsführer), Thomas Lehner (Product Portfolio Manager Automation), Jules Bernard (Marketingleiter) und Franz Pemmer (Geschäftsführer)

Megatrend 2020? Konnektivität.

Konnektivität ist laut dem Zukunftsinstitut nicht zufällig einer der fünf Megatrends für 2020. Wir leben in einem Netzwerk von Netzwerken, sowohl privat als auch im industriellen Umfeld. Durch mobile Endgeräte ist jeder mit jedem ununterbrochen verbunden, das fordert uns heraus. Der Trend macht auch vor der Produktionspraxis nicht halt: Auch das Internet of Things (IoT) ist das Ergebnis der Vernetzung zwischen digitalen Systemen. Gemeint sind damit alle Geräte und sogenannte cyber-physische Systeme, ganz gleich ob Industrieanlagen, Wearables, Fahrzeuge oder ganze Gebäude. Wenn man neue Technologien, die bereits auf dem Markt sind, sinnvoll einsetzt, werden sich enorme Potenziale zur Effizienzsteigerung ergeben.

4 Innovationen, die Sie spätestens jetzt kennen sollten

Auf unserem Streifzug durch die Messehallen sind wir auf viele spannende Innovationen für Maschinen- und Anlagenbau gestoßen, die wertvolle Zeit und Kosten sparen und Ihr Unternehmen einen Schritt weiter in Richtung Industrie 4.0 führen. Vier davon stellen wir Ihnen kurz vor:

wienet IoT Gateway

wienet IoT-Gateway (Wieland): Einstieg in das Industrial Internet of Things leicht gemacht. Bei der Nutzung moderner Maschinen und Anlagen werden immer mehr Daten gespeichert und analysiert. Da braucht es ein leistungsfähiges Kommunikationsnetzwerk zur Verarbeitung. Die Software zur Anbindung von Maschinen an die Cloud lässt eine lückenlose Überwachung zu – auch über die Grenzen der Kontinente hinweg. Durch live Feedback wissen Sie immer genau über den Zustand Ihrer Anlagen Bescheid.


 

Joystick mit Display FSGDigitaler Joystick (FSG): Der innovative Joystick mit Display funktioniert wie eine normale Steuerung von Kränen, Fahrzeugen und Baumaschinen, nur besser. Er gibt digitales Feedback wie Geschwindigkeit, Neigung oder auch Störungen von der Maschine direkt an den Fahrzeugführenden weiter und vereinfacht dadurch die Bedienung enorm.


 



Safety Sensor PizzatoSafety Sensor (Pizzato): Der neue, kompakte Sicherheits-Sensor auf RFID-Basis besitzt eine symmetrische Form und kann dadurch flexibel montiert werden. Die Sensoren sind mit einer mehrfarbigen RGB-LED als Anzeigeeinheit ausgestattet, wodurch sich die Betriebszustände von Ein- und Ausgängen direkt ablesen lassen.

 

 



Smarte Kupplung R+WIntelligente Kupplung
(R+W): Am Antriebsstrang von Motoren treten enorme Kräfte auf, die die Maschine zum Stillstand bringen oder im schlimmsten Fall zerstören können. Die zwischengeschaltete Kupplung sendet live Daten an die via Bluetooth verknüpfte App: Drehmoment, Drehzahl und Vibrationen können so genauestens überwacht werden. Dadurch wird eine sogenannte „Predictive Maintenance“ möglich, d.h. Sie wissen wo Risiken entstehen und Komponenten kaputt gehen, noch bevor die Maschine ausfällt.

 


Wie wir in Zukunft arbeiten werden

In der digitalen Produktionshalle, in der man Maschinen mit Sensorik Sinne gegeben hat, weiß man zu jedem Zeitpunkt über den Zustand der Maschine Bescheid. Digitale Ortungssysteme geben live Auskunft über den Standort von AGVs, Paletten und Regalen. Suchzeiten werden vermieden, defekte Teile einer Maschinen können ausgetauscht werden noch bevor es zu einem Produktionsstillstand kommt. Informieren Sie sich auf unserem Blog, welche Automationslösungen Sie bei Ihrem Problem weiterbringen können.

Wie wir vor 1990 gearbeitet haben

Seit 1990, zu den Anfängen der SPS Messe, hat sich natürlich einiges in der Automatisierungsbranche getan. Neue Technologien wie die industrielle Digitalisierung sind mit der Kommerzialisierung des World Wide Web im Jahr 1989 erst so richtig aufgekommen. Es folgten 30 Jahre der Entwicklung, an deren vorläufigem Zwischenstopp die Industrie 4.0 steht. Doch was war davor nochmal? Wir blicken zurück:

  • 1990 – 1996: Die Jahre des „Feldbus-Krieges“
    Die ersten Schritte in der industriellen Kommunikation waren die, in den 1980er Jahren entstandenen, Feldbus-Systeme. Der Feldbus verbindet Sensoren und Aktoren (sog. Feldgeräte) mit speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) und Rechnern. Dadurch wird ein schneller Datenaustausch zwischen den Systemkomponenten ermöglicht. Heute sind sie aus Fertigung, Automotive und Automatisierung nicht mehr wegzudenken. Mit der Gründung unterschiedlicher Nutzerorganisationen kam es zum ideologischen „Feldbus-Krieg“ in der Branche. Doch der verlief glimpflich: Der Grundstein für Automation war gelegt.

  • 1997 – 2003: Das Thema „Ethernet in der Fabrik“ kommt auf
    Die Etablierung des Real-Time-Ethernet in der Fabrik wurde 1998 erstmals Thema. Die Folge davon war, dass die zweite Generation der Feldbusse bereits auf Echtzeit-Ethernet basierte. Die Vernetzung zwischen den einzelnen Maschinen war geboren, sie sollten nicht länger autonom agieren. Am höchsten ist der Nutzen bei der Ansteuerung von Druck-, Spritzguss- und Verpackungsmaschinen, da diese einen hohen Bedarf an Realtime-Fähigkeit haben.

  • 2004 – 2010: Die Ära von I/O-Link und OPC UA
    Die weltweite Produktion muss immer schneller, flexibler und effizienter werden. Gleichzeitig erhöht sich das Datenaufkommen, das durch die neue Form der Connectivity entsteht, stetig und fordert Bewältigung. Dafür werden Komponenten entwickelt, die sämtliche Informationen verfügbar machen und eine Infrastruktur, die diese überall hin transportiert. I/O-Link, das Kommunikationssystem zur Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren wird 2006 gelauncht, zur gleichen Zeit wie OPC UA, dem Standard für den unabhängigen Datenaustausch für die industrielle Automation.

  • 2011 – 2018: Die Jahre der Industrie 4.0
    Industrie 4.0 – der klingende Schlüsselbegriff fiel erstmals 2011 und beherrscht seitdem die Diskussion um moderne Produktionstechnik. Der Begriff steht für ein Zukunftsprojekt zur vollständigen Digitalisierung der industriellen Produktion – und wir sind gerade mittendrin. Sämtliche Innovationen, die aus dieser Entwicklung heraus entstehen, beeinflussen unsere Produktions- und Arbeitswelt nachhaltig. In der Fabrik der Zukunft werden IT und Fertigung zunehmend miteinander verschmelzen. Auch die Rolle des Menschen wird sich verändern: Er wird mit dem Tablet in der Hand das Geschehen beobachten und nur eingreifen, wenn es zu Fehlern kommt.

Die Bausteine für die Zukunft sind da…

...jetzt liegt es an Ihnen, sie zusammenzusetzen. Der Weg hin zum Digital Enterprise ist ein Transitionsprozess, der nicht von heute auf morgen vonstatten gehen wird. Bei der Fülle an neuen Technologien kann es jedoch durchaus schwer sein, den Überblick zu behalten. Wir bleiben für Sie auf dem aktuellen Stand der Technik und sind immer auf der Suche nach den neuesten Innovationen, die Ihren Betrieb weiterbringen. Klicken Sie sich regelmäßig durch unseren Blog, auf dem wir über die aktuellsten Erkenntnisse berichten.

Quellen:
https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/mtglossar/konnektivitaet-glossar/
https://sps.mesago.com/nuernberg/de/zahlen-fakten/jubilaeum.html
https://www.deutschlandfunk.de/schnelle-kommunikation-fuer-die-fabrik.684.de.html?dram:article_id=40130
https://www.balluff.com/local/at/industries-and-solutions/solutions-and-technologies/io-link/
https://www.lmis.de/im-wandel-der-zeit-von-industrie-1-0-bis-4-0/
https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/die-5-wichtigsten-megatrends-fuer-unternehmern-in-den-2020ern/

Ihr Ansprechpartner im Bereich Automation:
„Automatisierte Antworten? Nicht bei uns! Ich antworte Ihnen persönlich.”

Ing. Günther Probst
Telefon: +43 732 7646-0
E-Mail: g.probst@schmachtl.at