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Schleifen, Polieren, Entgraten, Lackieren und Reinigen – all dies sind Produktionsschritte, die in der Industrie unter den Fachbegriff Finishing fallen. Wie der Name bereits erahnen lässt, geht es dabei um den allerletzten Schritt in der Produktionskette. Wir zeigen Ihnen anhand innovativer Anwendungsbeispiele, auf welche Weise Cobots das Finishing übernehmen können.

 

Was bedeutet Finishing in der Industrie? 

Beim Produktionsschritt Finishing handelt es sich um den letzten Schritt, bevor das Produkt gänzlich fertig ist. Man spricht folglich von der sogenannten Finalbearbeitung. In den meisten Fällen wird ein halbfertiges Werkteil durch das Finishing so bearbeitet, dass es seine endgültige Bestimmung erfüllen kann. Darunter fallen Anwendungen wie das Schleifen, Polieren, Entgraten, Lackieren oder auch Reinigen.

Ortsfestes Werkzeug vs. ortsfestes Werkstück

Ein Anwendungsbeispiel für einen Finishing-Prozess stellt der Finishing Copilot von Robotiq dar. Dabei handelt es sich um ein automatisiertes Polierwerkzeug, das im Gegensatz zu ähnlichen Alternativen mehrere Optionen anbietet, um das Polieren zu gestalten: Während sich einerseits das Polierwerkzeug um das Werkstück bewegen kann, besteht andererseits die Möglichkeit, das Werkstück entlang eines ortsfesten Polierwerkzeuges zu bewegen. Letzteres hat den Vorteil, dass das Werkstück nur ein einziges Mal in den Greifer des Roboters eingespannt werden muss, was für ein genaueres Ergebnis sorgt. Würde man die andere Option wählen – also das Polierwerkzeug entlang des Werkstückes zu bewegen – wäre man früher oder später dazu gezwungen, das Werkstück zu rotieren. Dadurch können Ansatzstellen sichtbar werden und auch Ungenauigkeiten schleichen sich schneller ein.

Einfach nachmachen

Ebenso kann der TracePen von Wandelbots als Beispiel für einen innovativen Endbearbeitungsschritt herangezogen werden. Die bedienende Person kann mit diesem Spezialstift in der Hand ganz einfach die Bewegung, die der Roboter fahren soll, simulieren, woraufhin jener diese dann nachmacht. Das funktioniert dadurch, dass die Position des Stiftes, dank seines integrierten Systems, erkannt wird, woraufhin der Cobot diese Wege nach einmaligem Vorführen nachahmen kann. Die Technik kann beispielsweise dazu genutzt werden, das Muster zu zeichnen, nach welchem sich eine Schleifscheibe bewegen soll. Diese intuitive Art zu Programmieren nennt man auch No-Code-Programmierung. In unserem Artikel „No-Code: Programmieren ohne Programmieraufwand” finden Sie nähere Informationen zum Thema.

Gratwanderung

Schließlich gehört auch das Entgraten zum Finishing. Dieses lässt sich durch die vielen vorgefertigten Softwarefunktionen mithilfe des Cobots besonders leicht und genau erledigen. So kann im Vorhinein genau eingestellt werden, mit wie viel Kraft der Cobot die Kanten des Werkstückes bearbeiten soll. Erledigt eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter diese Tätigkeit von Hand, verlässt sich diese Person auf ihr Gefühl. Dies hat zur Folge, dass die Kraft, mit der die Klinge entlang des Bauteiles geführt wird, nicht konstant ist und es so zu Ungenauigkeiten kommen kann. Folglich lohnt es sich auch diesen letzten Schritt zu automatisieren. Das hat zusätzlich den Vorteil, Mitarbeitende von monotonen Arbeiten zu entlasten.

Neben den genannten Beispielen besteht zudem die Möglichkeit, Ihren Cobot dafür zu nutzen, Werkteile zu reinigen, zu lackieren oder zu streichen. Sie möchten sich näher über die verschiedenen Arten des Finishings informieren? Wir bei SCHMACHTL freuen uns, Sie diesbezüglich beraten zu dürfen!

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Ing. Günther Probst
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